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Das Palais Aspremont im Medizinergarten in Bratislava
Palast & ModernBratislava und Westslowakei

Palais Aspremont: spätbarockes Sommerpalais in Bratislava

Das Palais Aspremont (slowakisch Aspremontov letný palác) ist ein spätbarockes Sommerpalais in der Špitálska 24 in der Altstadt von Bratislava, im Medizinergarten nahe dem Americké námestie. Es entstand um 1770 für einen Grafen aus Belgien, vereint Dekor im Stil Ludwigs XVI. mit einer spätbarocken Kapelle und beherbergt heute das Dekanat der Medizinischen Fakultät der Comenius-Universität, ein anmutiger Halt abseits der Hauptwege.

1770 als Sommersitz eines Grafen gebaut, wechselte dieses barocke Palais fast 150 Jahre lang die Besitzer, bis die Familie eines Kaufmanns es 1920 einer Medizinischen Fakultät schenkte.

WoŠpitálska 24, Altstadt von Bratislava, im Medizinergarten
ArtSpätbarockes Sommerpalais; heute Dekanat der Medizinischen Fakultät
Ideal fürArchitekturfreunde und Gartenspaziergänger auf der Suche nach einem ruhigen Winkel Bratislavas
AnreiseNordöstlich des historischen Stadtkerns von Bratislava, am nördlichen Ende der Špitálska nahe dem Americké námestie

Die Geschichte des Palais Aspremont

1769 erwarb Graf Johann Nepomuk Gobert aus dem belgischen Zweig der Familie Aspremont-Lynden ein Gartengrundstück mit Wirtschaftsgebäuden in den damaligen Vorstädten von Pressburg, für 44.000 rheinische Gulden und 240 Kaisergulden. Die englische Wikipedia beschreibt ihn als Nachkommen der berühmten ungarischen Magnatenfamilien Rákóczi und Báthory. 1770 oder 1771 ließ er das Palais nach einem Entwurf des Architekten Johann Joseph Thalherr errichten.

Lange behielt der Graf den Besitz nicht. Zehn Jahre nach dem Bau, 1781, verkaufte er das Anwesen aus unbekannten Gründen an die ungarische Magnatenfamilie Esterházy. In der Folgezeit geriet der Name Aspremont in Vergessenheit, und zur Zeit Österreich-Ungarns hieß das Haus Esterházy-Palais oder Schiffbeck-Palais. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwarb die Familie Jankovits den Garten, und 1862 kaufte ihn der Pressburger Geschäftsmann Karl Schiffbeck für 50.000 Gulden. Er ließ im Inneren Wohnungen einrichten, wobei die vorhandene Architektur soweit möglich erhalten blieb, und machte das Anwesen zu einer profitablen Immobilie.

In den 1870er Jahren wollte der ungarische Unterrichtsminister Ágoston von Trefort das Palais mit dem Park für eine medizinische Fakultät der künftigen Pressburger Universität erwerben, auch wegen des nahen Landesspitals, doch der hohe Kaufpreis von einer Million Gulden ließ den Plan scheitern. Bei der Gründung der Königlich-Ungarischen Elisabeth-Universität 1912 sollten auf Schiffbecks Grundstücken Gebäude der juristischen und philosophischen Fakultät entstehen, die medizinische Fakultät war an anderer Stelle vorgesehen; nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde schließlich das Palais ihr Sitz.

1920 schenkte die Familie Schiffbeck das Gebäude samt Park der Medizinischen Fakultät der neu gegründeten Comenius-Universität, die das Anwesen bis heute nutzt. Der Park ist heute als Medická záhrada (Medizinergarten) bekannt. Die Kapelle der Kreuzigung im Erdgeschoss, im spätbarocken Stil, wurde rekonstruiert und am 20. Dezember 2004 wieder eröffnet. Heute ist im Palais das Dekanat untergebracht, und die slowakische Wikipedia führt es als nationales Kulturdenkmal der Slowakischen Republik.

Wissenswertes über das Palais Aspremont

  • Über weite Strecken seiner Geschichte war das Palais eher als Esterházy- oder Schiffbeck-Palais bekannt denn unter dem Namen des Grafen, der es bauen ließ.
  • Sein Dekor zeigt den Einfluss Ludwigs XVI.: Lorbeerkränze, Bandgirlanden und Medaillons sind am besten im Festsaal erhalten, den eine breite Kuppel überspannt.
  • Der Kreuzigungsaltar in der Palaiskapelle besteht aus rotem und weißem Marmor.
  • Die Kapelle enthält laut englischer Wikipedia Gemälde mit Allegorien aus dem Alten und dem Neuen Testament.
  • In den 1870er Jahren wollte der ungarische Unterrichtsminister das Palais zur medizinischen Fakultät machen, scheute aber den Preis von einer Million Gulden.
  • Palais und Garten kamen als Geschenk an die Universität: 1920 übergab die Familie Schiffbeck sie der Medizinischen Fakultät der Comenius-Universität.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Das Palais Aspremont besuchen

  • Die Hauptfassade öffnet sich zum französisch angelegten Medizinergarten, der Blick auf das Palais ist daher vom Garten aus am schönsten.
  • Laut deutscher Wikipedia ist das Palais selbst nicht öffentlich zugänglich, da das Dekanat hier arbeitet; der Park ist ganzjährig geöffnet.
  • Achten Sie auf die Louis-XVI-Motive an der Fassade und in den Innenräumen sowie, wenn sich die Gelegenheit bietet, auf den Festsaal und die Kapelle mit dem Marmoraltar.
  • In der Umgebung, jeweils etwa 1 km entfernt, finden Sie auf dieser Seite außerdem die Elisabethkirche, die Klarissenkirche, das Palais Esterházy und das Palais Pálffy.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Palais Aspremont

Fotos: Palais Aspremont

Fassade des Palais Aspremont in Bratislava
Das Palais Aspremont von der Gartenseite
Detail des Palais Aspremont in Bratislava
Das Palais Aspremont und seine Umgebung in Bratislava
Informationstafel am Palais Aspremont in Bratislava

Fragen

Wo liegt das Palais Aspremont in Bratislava?

Es steht in der Špitálska 24 in der Altstadt von Bratislava, im Medizinergarten am nördlichen Ende der Špitálska nahe dem Americké námestie.

Wer ließ das Palais Aspremont erbauen?

Graf Johann Nepomuk Gobert aus dem Haus Aspremont-Lynden ließ es um 1770 nach einem Entwurf des Architekten Johann Joseph Thalherr errichten, nachdem er 1769 das Grundstück erworben hatte.

Wofür wird das Palais heute genutzt?

Es beherbergt das Dekanat der Medizinischen Fakultät der Comenius-Universität Bratislava, der die Familie Schiffbeck Palais und Garten 1920 schenkte.

Kann man das Palais Aspremont besichtigen?

Die deutsche Wikipedia nennt das Palais nicht öffentlich zugänglich, da dort das Dekanat arbeitet, während der Park ganzjährig geöffnet ist. Erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach der aktuellen Lage.

Warum heißt es auch Esterházy- oder Schiffbeck-Palais?

Der Graf verkaufte das Anwesen 1781 an die Familie Esterházy, und 1862 erwarb es der Kaufmann Karl Schiffbeck; später war das Haus meist unter diesen Namen bekannt.

Was ist an der Palaiskapelle besonders?

Es ist eine spätbarocke Kreuzigungskapelle im Erdgeschoss, die 2004 rekonstruiert und im Dezember wieder eröffnet wurde, mit einem Altar aus rotem und weißem Marmor.

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