Die Kirche St. Stephan in Piešťany: ein klassizistisches Wahrzeichen
Die Kirche St. Stephan (Kostol svätého Štefana) ist die römisch-katholische Pfarrkirche in der Altstadt von Piešťany in der Westslowakei. Der heutige Bau entstand 1828–1832 und ist eine klassizistische Kirche im Empirestil mit schlichtem Langhaus, einem in die Westfassade eingebauten Turm und Ausstattung aus mehreren Epochen. Sie ist ein nationales Kulturdenkmal und ein stiller Kontrast zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Kurstadt.
Eine Pfarrkirche, die 1916 eine Glocke verlor und bis 1947 auf eine neue wartete, die am Todestag des Priesters geweiht wurde, der sie in Auftrag gegeben hatte.
Die Geschichte der Kirche St. Stephan in Piešťany
Die erste Erwähnung einer römisch-katholischen Pfarrei und Kirche in Piešťany stammt aus dem Jahr 1332. Die Kirche, die heute in der Altstadt steht, ist ein deutlich jüngerer Bau, der Anfang des 19. Jahrhunderts an die Stelle der früheren trat. Den Bau begann 1828 der örtliche Grundherr Graf František Erdődy, fertiggestellt wurde er 1831. Die Weihe folgte ein Jahr später, 1832. Errichtet wurde die Kirche im klassizistischen Stil, der als Empire bezeichnet wird und in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa beliebt war.
Die Architektur ist schlicht und klar. Die Kirche besitzt einen einfachen Langraum mit preußischen Kappengewölben und einem ovalen Chorabschluss. Die Außenwände sind durch kannelierte Pilaster gegliedert, und an der Westseite ist ein Turm mit Pyramidendach in die Giebelfassade eingebaut. Die Kirche ist Stephan I. von Ungarn geweiht, dem ersten König Ungarns, den auch der Hauptaltar aus der Bauzeit zeigt. Er wurde in Wien gefertigt, wie die Signatur des Vergolders belegt, und das Altarbild des heiligen König Stephan von einem Meister Ziegler trägt die Jahreszahl 1831. Von den ursprünglichen Seitenaltären sind nur zwei Skulpturen erhalten, die der Schmerzhaften Muttergottes und die des heiligen Josef.
Das Innere wurde in den folgenden Jahrhunderten bereichert. Die Wandmalereien schuf 1931 das Trio Papp, Petrovič und Enhof, und die Glasfenster entstanden 1950 nach Entwürfen von Janko Alexy. Die Beichtstühle im historisierenden Stil stammen aus dem 20. Jahrhundert und sind Arbeiten von Meistern aus Piešťany. Eine Glocke verlor die Kirche 1916. Nach dem Krieg ließ der Priester Alexander Šindelár eine Ersatzglocke anfertigen, die am 2. November 1947, an seinem Todestag, geweiht wurde.
Im Jahr 2005 erhielt der Turm eine neue Bekrönung: ein 213 Zentimeter langes und 70 Kilogramm schweres Kreuz, vergoldet mit 24-karätigem Gold, geschaffen vom Kunstschmied Juraj Šulek. Der Dekan von Piešťany, Jozef Bohunický, weihte es am 13. März, und am 18. März wurde es auf der Kirche angebracht. Heute ist die Kirche ein geschütztes nationales Kulturdenkmal.
Wissenswertes über die Kirche St. Stephan
- Die erste schriftliche Erwähnung einer römisch-katholischen Pfarrei und Kirche in Piešťany stammt aus dem Jahr 1332, fast fünf Jahrhunderte vor dem heutigen Bau.
- Der Hauptaltar wurde in Wien gefertigt; die Signatur des Vergolders verrät seine Herkunft, und das Altarbild trägt die Jahreszahl 1831.
- Eine seit 1916 fehlende Glocke wurde nach dem Krieg ersetzt und am 2. November 1947 geweiht, am Todestag des Priesters, der sie in Auftrag gegeben hatte.
- 2005 wurde der Kirchturm mit einem 213 cm langen und 70 kg schweren, mit 24-karätigem Gold vergoldeten Kreuz gekrönt.
- Von den ursprünglichen Seitenaltären sind nur zwei Skulpturen erhalten: die Schmerzhafte Muttergottes und der heilige Josef.
- Die Glasfenster von 1950 folgen Entwürfen von Janko Alexy, und die Wandmalereien von 1931 stammen von drei Malern: Papp, Petrovič und Enhof.
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Die Kirche St. Stephan in Piešťany besuchen
- Die Kirche steht in der Altstadt von Piešťany und lässt sich leicht mit einem Spaziergang durch die Stadt verbinden.
- Achten Sie von außen auf die kannelierten Pilaster, das Pyramidendach des Turms und das vergoldete Kreuz an seiner Spitze.
- Im Inneren lohnen der Hauptaltar des heiligen Stephan aus der Bauzeit, die Wandmalereien von 1931 und die Glasfenster von 1950 einen Blick.
- Die Quellen nennen keine Einzelheiten zu Öffnungszeiten oder Zugang; prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten und nehmen Sie Rücksicht auf laufende Gottesdienste.
- Weitere Orte dieser Seite in der Nähe sind die Kolonnadenbrücke (etwa 2 km), Tematín (etwa 11 km), die Burg Čachtice (etwa 15 km) und die Burg Topoľčany (etwa 17 km).
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Kirche St. Stephan I. (Piešťany)
Fragen
Wo liegt die Kirche St. Stephan in Piešťany?
Sie steht in der Altstadt von Piešťany in der Westslowakei. Es ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Stadt.
Wann wurde die Kirche St. Stephan gebaut?
Die heutige Kirche entstand 1828–1832. Der Bau begann 1828, wurde 1831 fertiggestellt und ein Jahr später geweiht.
In welchem Stil ist die Kirche erbaut?
Es ist eine klassizistische Kirche im Empirestil mit einfachem Langhaus, kannelierten Pilastern und einem in die Westgiebelfassade eingebauten Turm.
Wem ist die Kirche geweiht?
Sie ist dem heiligen Stephan geweiht, dem ersten König Ungarns. Der Hauptaltar aus der Bauzeit zeigt ihn, und das Altarbild trägt die Jahreszahl 1831.
Ist sie ein geschütztes Denkmal?
Ja, sie ist ein nationales Kulturdenkmal. Eine römisch-katholische Pfarrei und Kirche sind in Piešťany bereits 1332 belegt.
Lohnt sich ein Besuch?
Sie ist ein ruhiger Halt für alle, die sich für Architektur und die lokale Geschichte von Piešťany interessieren, und lässt sich leicht mit einem Altstadtspaziergang verbinden.
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