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Eingangstor der Burgruine Pustý hrad oberhalb von Zvolen
Burg & FestungMittelslowakei

Pustý hrad: die gewaltige Burgruine über Zvolen

Die Burgruine Pustý hrad (wörtlich „wüste Burg“) erhebt sich auf einem bewaldeten Hügel über der Mündung der Slatina in den Hron, oberhalb der Stadt Zvolen (Altsohl) in der Mittelslowakei. Die Anlage besteht aus Ober- und Unterburg und zählt zu den größten mittelalterlichen Befestigungen Europas, ein lohnendes Ziel, das man von der Stadt aus zu Fuß erreicht.

Der slowakische Name bedeutet schlicht „verlassene Burg“, doch auf dem bewaldeten Hügel stand einst eine Anlage von rund 7,6 Hektar, eine der größten Burgen des Mittelalters in Europa.

WoZvolen (Altsohl), Region Banská Bystrica, Mittelslowakei
ArtMittelalterliche Burgruine mit Ober- und Unterburg, teilweise rekonstruiert
Ideal fürLiebhaber von Burgruinen, Archäologiefans und Waldspaziergänger
AnreiseAuf einem bewaldeten Hügel im Süden von Zvolen; vom Hauptbahnhof führen ein blau markierter Wanderweg und ein Lehrpfad hinauf

Die Geschichte der Burgruine Pustý hrad

Der strategisch günstige Hügel über dem Hron zog Siedler schon lange vor dem Burgenbau an. Funde belegen Besiedlung bereits in der späten Steinzeit, und Grabungen in der Oberburg zwischen 1992 und 2008 legten einen vorgeschichtlichen Stein-Erde-Wall frei, auf dem später die mittelalterliche Mauer errichtet wurde. Auch Artefakte der Lausitzer Kultur wurden gefunden. Im 9. Jahrhundert entstand hier eine slawische Burg. Nach der Eingliederung in das Königreich Ungarn wurde der Ort Zentrum des Komitats Sohl.

Zu den ältesten mittelalterlichen Bauten gehört der steinerne Turm der königlichen Komitatsburg aus dem 12. Jahrhundert. Er steht an der höchsten Stelle des Hügels, auf 571 Metern Höhe. Die erste Erwähnung der Burg findet sich in der Chronik Gesta Hungarorum vom Anfang des 13. Jahrhunderts. Nach dem Mongoleneinfall wurde die Anlage unter dem königlichen Steinmetzmeister Bertold zu einer riesigen Fluchtburg ausgebaut. Ober- und Unterburg erhielten starke Mauern, und im Sattel unterhalb der Unterburg entstand eine 206 Meter lange Verteidigungsmauer. Aus dieser Zeit stammt ein zweiter Wohnturm von 20 mal 20 Metern, einer der größten Wohnbauten Mitteleuropas seiner Zeit.

In der gotischen Bauphase vom Ende des 13. bis ins erste Drittel des 14. Jahrhunderts erhielt das Eingangstor der Oberburg einen vierstöckigen Turm. In der nördlichen Spitze entstand eine Komitatsburg, die mit dem Geschlecht Balassa sowie den Grafen Demetrius und Doncs verbunden wird. Mit Palast, Zisterne und terrassiertem Hof bildet sie die sogenannte Doncs-Burg.

Wegen ihrer abseitigen Lage und des ungünstigen Zugangs von den Handelswegen verlor die Burg seit dem Ende des 14. Jahrhunderts an Bedeutung. Mitte des 15. Jahrhunderts, in den Kämpfen zwischen Johann Hunyadi und Johann Jiskra von Brandýs, wurde sie durch einen Brand nahezu vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Als letzter Bau entstand im späten 16. Jahrhundert ein Wachturm. Eine archäologische Untersuchung begann 1992 und dauert bis heute; im Zuge der Arbeiten wurden einige Teile der Anlage wieder aufgebaut und für Besucher zugänglich gemacht.

Wissenswertes über Pustý hrad

  • Der Name „wüste Burg“ entstand erst später, um die Ruine von dem später erbauten Schloss Altsohl zu unterscheiden. Ursprünglich hieß die Burg einfach Zvolen oder Alt-Zvolen.
  • Das Areal ist 7,6 Hektar groß und gehört damit zu den größten Burganlagen des europäischen Mittelalters.
  • Der zweite Wohnturm mit 20 mal 20 Metern Grundfläche zählte zu den größten Wohnbauten Mitteleuropas seiner Zeit.
  • Die Verteidigungsmauer im Sattel unterhalb der Unterburg ist 206 Meter lang.
  • Die erste Erwähnung der Burg steht in der Chronik Gesta Hungarorum vom Beginn des 13. Jahrhunderts.
  • Die Burg ist in alten Quellen als Zolum sub Castro Polona (1246), Zoulum (1254) und castro de Zolyo (1323) belegt.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Burgruine Pustý hrad besuchen

  • Sichtbar sind heute Turm und Eingangstor der Unterburg, der Turm der Komitatsburg, ein weiterer Turm und eine Bastei der Oberburg, die Doncs-Burg und das Haupttor der Oberburg.
  • Vom Hauptbahnhof in Zvolen führen ein blau markierter Wanderweg und ein Lehrpfad zur Burg.
  • Archäologische Funde sind in einer Ausstellung zur Geschichte von Zvolen im Schloss Zvolen zu sehen, etwa 2 km entfernt.
  • Tragen Sie feste Schuhe, denn es handelt sich um einen bewaldeten Hügel mit Mauerruinen. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Burgruine Pustý hrad

Fotos: Burgruine Pustý hrad

Die Unterburg von Pustý hrad
Teil der Doncs-Burg an der nördlichen Spitze von Pustý hrad
Pustý hrad von Norden gesehen
Ruinierte Mauern und Turm von Pustý hrad auf dem bewaldeten Hügel
Steinmauern von Pustý hrad zwischen den Bäumen

Fragen

Wo liegt die Burgruine Pustý hrad und wie kommt man hin?

Pustý hrad liegt auf einem bewaldeten Hügel im Süden von Zvolen. Vom Hauptbahnhof führen ein blau markierter Wanderweg und ein Lehrpfad zur Ruine.

Warum heißt sie Pustý hrad?

Der Name bedeutet „wüste Burg“ und entstand später, um die Ruine vom Schloss Altsohl zu unterscheiden. Ursprünglich hieß die Burg Zvolen oder Alt-Zvolen.

Wie groß ist Pustý hrad?

Das Areal umfasst rund 7,6 Hektar. Damit gehört es zu den größten mittelalterlichen Burganlagen Europas.

Was geschah mit Pustý hrad?

Die Burg verlor seit dem Ende des 14. Jahrhunderts an Bedeutung und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts bei einem Brand nahezu vollständig zerstört. Sie wurde nicht wieder aufgebaut.

Was ist die Doncs-Burg?

So heißt der nördliche Teil der Oberburg mit Palast, Zisterne und terrassiertem Hof, der mit dem Geschlecht Balassa und dem Grafen Doncs verbunden wird.

Wird auf Pustý hrad noch geforscht?

Ja. Eine archäologische Untersuchung begann 1992 und dauert bis heute. Einige Objekte wurden dabei wieder aufgebaut.

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