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Die hölzerne Allerheiligenkirche in Tvrdošín
Kirche & KlosterMittelslowakei

Allerheiligenkirche in Tvrdošín: gotische Holzkirche in der Orava

Die Allerheiligenkirche (slowakisch Kostol Všetkých svätých) steht am Stadtfriedhof von Tvrdošín in der Region Orava im Norden der Slowakei. Die römisch-katholische gotische Blockkirche aus dem 15. Jahrhundert ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt und gehört zu den Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten auf der UNESCO-Welterbeliste.

Eine über 500 Jahre alte Holzkirche aus roten Fichtenstämmen wird nur um Allerheiligen für Gottesdienste genutzt, ist aber UNESCO-Welterbe und besitzt eine Decke mit 49 gemalten Rosetten.

WoTvrdošín, am Stadtfriedhof, Region Orava, Nordslowakei
ArtGotische Holzkirche (15. Jahrhundert), Umbauten der Renaissance, UNESCO-Welterbe
Ideal fürLiebhaber von Holzarchitektur, UNESCO-Fans, Fotografen und alle, die die Orava entdecken
AnreiseIn der Stadt Tvrdošín, etwa 1 km von der Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit und etwa 17 km von der Arwaburg entfernt

Die Geschichte der Allerheiligenkirche in Tvrdošín

Die erste schriftliche Erwähnung einer Pfarrei in Tvrdošín stammt von 1395, und die Holzkirche wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet, einige Quellen datieren sie allerdings schon auf das Ende des 14. Jahrhunderts. Es ist ein gotischer Blockbau aus roter Fichte mit einem rechteckigen Presbyterium, das kleiner ist als das Schiff, und einer angebauten Sakristei. Das steile Schindeldach trägt ein kleines achteckiges Türmchen mit Kegeldach, und um die Wände läuft ein auffälliger überdachter Umgang, später auf gemauerten Pfeilern abgestützt. Nach der deutschen Wikipedia wurde die Kirche um die Mitte des 16. Jahrhunderts erneuert.

Nachdem Protestanten die Kirche übernommen hatten, wurde sie zwischen 1650 und 1654 im Stil der Renaissance umgebaut. In die Südwand wurde ein neuer Eingang mit Renaissanceportal gebrochen, und auch die Tür zur Sakristei erhielt ein ähnliches Portal. Das Schiff bekam eine bemalte Kassettendecke mit 49 Rosetten voller Feld- und Gartenblumen (1653–54), während das Gewölbe des Presbyteriums einen Sternenhimmel und die Evangelisten zeigt. Die Kanzel mit den Figuren der vier Evangelisten stammt von 1654, das Bild des heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen von etwa 1653. In der Kirche befinden sich außerdem fast lebensgroße Heiligenfiguren und bemalte Chorstühle.

Der gotische Altar blieb nicht vollständig erhalten. Nur ein Flügel mit Gemäldefragmenten der Apostel Petrus und Johannes des Täufers aus dem frühen 16. Jahrhundert ist noch in der Kirche, das mittlere Bild aus dem 15. Jahrhundert, die Beweinung Christi, kam 1919 in ein Museum in Budapest. Der barocke Hauptaltar aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert zeigt heute Allerheiligen. Kleinere Instandsetzungen folgten 1899, 1927, 1952, 1966 und 1971, eine gründliche Restaurierung fand im späten 20. Jahrhundert statt. Sie wurde in den 1990er-Jahren mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet.

Am 7. Juli 2008 wurde die Kirche zusammen mit sieben weiteren Denkmälern als Teil der Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Sie ist außerdem nationales Kulturdenkmal. Heute dient sie den Gläubigen nur ein- bis zweimal im Jahr, um Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November, wodurch ihr Inneres und ihre mittelalterliche Stimmung bemerkenswert gut erhalten blieben.

Wissenswertes über die Allerheiligenkirche in Tvrdošín

  • Gottesdienste finden in der Kirche nur um Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November statt.
  • Die Decke des Schiffs ziert 49 gemalte Rosetten mit Feld- und Gartenblumen aus den Jahren 1653–54.
  • Ihr gotisches Mittelbild, die Beweinung Christi, befindet sich seit 1919 in einem Museum in Budapest.
  • Die polnische Wikipedia vermerkt, dass sie das einzige Denkmal der Slowakei ist, das sowohl mit einem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet als auch ins UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde.
  • Der ummauerte Friedhof um die Kirche besitzt ein barockes Tor mit kleinem Schindeltürmchen, einen Renaissance-Grabstein des Gaspar Kod von 1555 und zwei runde Steinbauten aus dem 17. Jahrhundert.
  • In der Kirche hängt ein Gemälde des heiligen Georg zu Pferd im Kampf mit dem Drachen von etwa 1653.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Allerheiligenkirche in Tvrdošín besuchen

  • Die Kirche steht am Stadtfriedhof von Tvrdošín, umgeben von einer Mauer mit barockem Tor. Das steile Schindeldach, das Türmchen und der überdachte Umgang lassen sich gut von außen betrachten.
  • Gottesdienste finden nur um Allerheiligen statt, das Innere ist daher nicht regelmäßig geöffnet. Die Quellen sagen nicht, ob es zu anderen Zeiten besichtigt werden kann; fragen Sie vor Ort nach oder informieren Sie sich vorab.
  • Wenn Sie hineinkommen, achten Sie auf die bemalte Decke mit 49 Rosetten, die Kanzel von 1654 mit den Evangelisten, das Bild des heiligen Georg und die bemalten Chorstühle.
  • Auf dem Friedhof sehen Sie den Renaissance-Grabstein des Gaspar Kod von 1555.
  • In der Nähe finden Sie auf dieser Seite die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit in Tvrdošín (etwa 1 km), die Arwaburg (etwa 17 km), Havránok (etwa 26 km) und Likava (etwa 31 km).

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Allerheiligenkirche (Tvrdošín)

Fotos: Allerheiligenkirche (Tvrdošín)

Die gotische Holzkirche Allerheiligen mit ihrem Schindeldach

Fragen

Wo liegt die Allerheiligenkirche in Tvrdošín?

Sie steht am Stadtfriedhof von Tvrdošín in der Region Orava im Norden der Slowakei. Die Arwaburg ist etwa 17 km entfernt.

Ist die Holzkirche in Tvrdošín UNESCO-Welterbe?

Ja. Am 7. Juli 2008 wurde sie zusammen mit sieben weiteren Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Wie alt ist die Allerheiligenkirche in Tvrdošín?

Sie entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, einige Quellen nennen das Ende des 14. Jahrhunderts. Im 17. Jahrhundert wurde sie im Stil der Renaissance umgebaut.

Kann man die Kirche von innen sehen?

Gottesdienste finden nur um Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) statt. Erkundigen Sie sich vor Ort, ob das Innere auch zu anderen Zeiten zugänglich ist.

Was ist im Inneren besonders?

Das Schiff hat eine bemalte Kassettendecke mit 49 Blumenrosetten, und das Gewölbe des Presbyteriums zeigt einen Sternenhimmel. Dazu kommen eine Kanzel von 1654 mit den Evangelisten und ein Bild des heiligen Georg mit dem Drachen.

Was geschah mit dem ursprünglichen gotischen Altar?

Nur ein Flügel mit Gemäldefragmenten von Petrus und Johannes dem Täufer ist in der Kirche geblieben. Das Mittelbild, die Beweinung Christi, kam 1919 in ein Museum in Budapest.

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