
Rotunde des heiligen Georg in Skalica: das älteste Denkmal der Stadt
Die Rotunde des heiligen Georg (slowakisch Rotunda svätého Juraja) steht in Skalica in der Westslowakei und ist das älteste historische und architektonische Denkmal der Stadt und zugleich ihr Wahrzeichen. Sie wurde im frühromanischen Stil wohl im 11. Jahrhundert erbaut, später gotisch und barock umgebaut und birgt seltene Wandmalereien vom Ende des 15. Jahrhunderts.
Mauern und Hufeisenapsis gleichen in ihren Maßen einer Rotunde in Ducové, und das Fresko des Drachentöters Georg wurde hier erst 1945 entdeckt.
Die Geschichte der Georgsrotunde in Skalica
Die Rotunde des heiligen Georg ist das älteste historische und architektonische Denkmal in Skalica. Begehungen und archäologische Forschungen in den Jahren 1974 und 1976 bis 1980 zeigten, dass sie im frühen Mittelalter entstand: Wandstärke, Rundschiff und hufeisenförmige Apsis stimmen in ihren Maßen mit der Rotunde in Ducové überein. Das genaue Baudatum ist nicht bekannt. Die Architektur folgt dem Typ der böhmischen und mährischen Rotunden und deutet zusammen mit den historischen Umständen auf das Ende des 10. oder den Beginn des 11. Jahrhunderts.
Sie wurde als kleine Kirche auf einem Burgwall erbaut und diente als Eigenkirche mit einer kleinen Begräbnisfläche. Es handelt sich um einen zentralen Rundbau mit hufeisenförmiger Apsis. Das Mauerwerk besteht aus kleineren Sandsteinquadern, und an der Außenseite der Apsis sind noch Spuren zweier romanischer Fenster zu sehen. Ursprünglich war die Rotunde niedriger und hatte ein Flachdach.
Eine Wende brachte das Jahr 1372, als König Ludwig I. Skalica zur Königlichen Freistadt mit Befestigungsrecht erhob. Die Mauern bildeten eine der Verteidigungslinien der Stadt, einen zweiten Ring bildete ein Wassergraben. Beim Aushub des Grabens wurde der Hügel, auf dem die Rotunde stand, durchtrennt, sodass zwei getrennte Hügel entstanden. Nach der Fertigstellung der Mauern wurde die Rotunde über deren Höhe aufgestockt, was man an den kleineren Steinen des Aufbaus erkennt. Der untere Teil diente weiter als Kapelle, der obere hatte eine Verteidigungsfunktion.
1650 entstanden eine Kuppel mit Laterne und eine Krypta in der Mitte der Rotunde. 1945 wurde das Gebäude bei Kämpfen beschädigt und 1949 repariert; dabei erhielt es durch das Entfernen des Außenputzes sein heutiges Aussehen. Nach der Erklärung zum nationalen Kulturdenkmal 1970 folgten archäologische, restauratorische und kunsthistorische Untersuchungen. Die Wandfresken wurden 1996 restauriert, die Kuppel 2017 rekonstruiert.
Wissenswertes über die Georgsrotunde
- Die Rotunde gilt als Wahrzeichen von Skalica, und 2002 gab die Slowakische Post eine Briefmarke mit ihrem Motiv heraus.
- Wandstärke, Rundschiff und Hufeisenapsis stimmen in ihren Maßen mit der Rotunde in Ducové überein.
- Die erst 1945 entdeckten Wandmalereien zeigen zwei Szenen aus der Legende vom heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen, ergänzt durch Wappen. Es ist bis heute unklar, ob sie den gesamten Umfang der Rotunde bedeckten oder nur diese Szenen, die erste und die letzte der Legende.
- Beim Ausheben des Wassergrabens wurde der Hügel mit der Rotunde in zwei Hügel geteilt.
- Unter der Rotunde befinden sich Krypten, die erforscht wurden, aber nicht öffentlich zugänglich sind.
- Nach der Aufstockung über die Stadtmauer diente der untere Teil als Kapelle, der obere als Verteidigungsraum.
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Die Georgsrotunde in Skalica besuchen
- Achten Sie auf den Rundbau mit barocker Kuppel und Laterne, die ursprüngliche romanische Apsis und die Spuren zweier romanischer Fenster an ihrer Außenseite.
- Im Inneren befinden sich seltene Wandmalereien vom Ende des 15. Jahrhunderts mit Szenen aus der Legende vom heiligen Georg und dem Drachen.
- Seit 2002 betreibt das Záhorie-Museum in Skalica in der Rotunde eine Dauerausstellung zum Denkmal und seiner baulichen Entwicklung.
- Die Krypten unter der Rotunde sind nicht öffentlich zugänglich. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.
- In der Umgebung finden Sie auf dieser Seite das Heiligtum von Holíč in etwa 6 km und die Kirche der heiligen Margareta von Antiochia in etwa 10 km Entfernung.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Rotunde des heiligen Georg in Skalica
Fotos: Rotunde des heiligen Georg in Skalica





Fragen
Wo liegt die Georgsrotunde in Skalica?
Die Rotunde steht in der Stadt Skalica in der Westslowakei, nahe dem Verlauf der alten Stadtmauern.
Wie alt ist die Georgsrotunde?
Sie wurde im frühromanischen Stil wohl im 11. Jahrhundert erbaut; der Vergleich mit böhmischen und mährischen Rotunden deutet auf das Ende des 10. oder den Beginn des 11. Jahrhunderts.
Was gibt es im Inneren zu sehen?
Seltene Wandmalereien vom Ende des 15. Jahrhunderts mit zwei Szenen aus der Legende vom heiligen Georg und dem Drachen, ergänzt durch Wappen, sowie eine Dauerausstellung des Záhorie-Museums.
Warum ist sie das Wahrzeichen von Skalica?
Sie ist das älteste historische und architektonische Denkmal der Stadt und gilt als Symbol von Skalica.
Was geschah im 20. Jahrhundert mit der Rotunde?
1945 wurde sie beschädigt und 1949 repariert, wobei der Außenputz entfernt wurde. 1970 wurde sie zum nationalen Kulturdenkmal erklärt, 1996 wurden die Fresken restauriert.
Ist die Krypta für Besucher geöffnet?
Nein. Die Krypten unter der Rotunde wurden erforscht, sind aber nicht öffentlich zugänglich.
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