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Gedenktafel an der Fassade des Erzbischöflichen Palastes, Hlavná 28 in Košice
Palast & ModernOstslowakei und Zips

Erzbischöflicher Palast in Košice: Rokoko-Residenz an der Hlavná

Der Erzbischöfliche Palast in Košice (slowakisch Arcibiskupský palác) ist ein Bau im Stil von Rokoko und Klassizismus in der Hlavná 28, mitten in der Altstadt neben dem Elisabethdom. Er entstand aus vier Bürgerhäusern, beherbergte Kaiser Franz Joseph I. und ist bis heute Sitz des Erzbistums, eine stille Sehenswürdigkeit beim Stadtspaziergang durch Košice.

Vier gewöhnliche Häuser an der Hauptstraße von Košice wurden 1809 zu einer Bischofsresidenz zusammengefasst; später wohnte hier ein Kaiser, und seit 1995 sitzt hier ein Erzbischof.

WoHlavná 28, historisches Zentrum von Košice, Ostslowakei
ArtBischofs- und Erzbischofsresidenz in Rokoko und Klassizismus; heute Sitz des Erzbistums
Ideal fürArchitekturfreunde, Geschichtsinteressierte und Spaziergänger in der Altstadt
AnreiseIm Zentrum von Košice an der Hauptstraße, nahe dem Elisabethdom

Die Geschichte des Erzbischöflichen Palastes in Košice

Jahrhundertelang gehörte Košice zum Bistum Jäger (Eger), das im Jahr 1001 gegründet worden war. Nach mehr als acht Jahrhunderten hielt man ein so großes Gebiet mit stetig wachsender Gläubigenzahl für schwer zu verwalten, und 1804 wurde ein eigenes Bistum Košice geschaffen. Sein Patron ist der heilige Andreas, erster Bischof war Andrej Szabó.

Der Bischofssitz sollte möglichst nah am Elisabethdom und an der Pfarrei liegen. Deshalb kaufte man vier Häuser in der Hlavná und baute sie nach und nach zu einem einzigen Gebäude um. Der 1809 fertiggestellte Palast stand neben dem Pfarrhaus und einer Bank, die zu den ältesten Sparkassen von Košice zählte.

Am 28. Mai 1841 brannte die Residenz nieder, nachdem die Flammen vom benachbarten Vitéz-Haus übergegriffen hatten. Bischof Anton Ocskay ließ sie instand setzen, und nach dem Wiederaufbau wohnte hier Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn, 1851 und 1857. In dieser Zeit beherbergte das Haus auch die Bischofsbibliothek und eine seltene Galerie der Bischöfe des Bistums, die 1893 entstand. Im linken Flügel befand sich eine Kapelle. Am längsten leitete Bischof Jozef Čárský das Bistum; nach seinem Tod 1962 blieb das Bischofsamt von Košice bis zum Ende des Sozialismus unbesetzt, und im Palast waren das Kirchengericht, Kapläne und Ordensschwestern untergebracht.

Die wichtigste Veränderung kam 1995, als Papst Johannes Paul II. Košice besuchte. Dabei erhob er Bischof Alojz Tkáč zum Erzbischof und teilte die Slowakei, die bis dahin ein einziges Erzbistum bildete, in zwei: Bratislava-Trnava und Košice. Aus dem Bischofspalast wurde so der Erzbischöfliche Palast, in dem das Erzbistum bis heute seinen Sitz hat.

Das Haus hat auch einen Platz im nationalen Gedächtnis. 1849 trafen sich hier Ľudovít Štúr und Jonáš Záborský, zwei Führer der slowakischen Nationalbewegung. Daran erinnert eine 1972 enthüllte Tafel mit einem Doppelporträt-Relief des Bildhauers Juraj Bartusz; eine weiße Marmortafel von Arpád Račko aus dem Jahr 1996 ehrt Bischof Čárský.

Wissenswertes über den Erzbischöflichen Palast in Košice

  • Der Palast ist kein einheitlicher Neubau, sondern entstand aus vier Häusern in der Hlavná, die nach und nach zu einem Gebäude umgebaut wurden.
  • Das Feuer vom benachbarten Vitéz-Haus zerstörte die Residenz am 28. Mai 1841, nur knapp drei Jahrzehnte nach ihrer Fertigstellung.
  • Kaiser Franz Joseph I. wohnte hier 1851 und 1857, als das Haus auch eine Bischofsbibliothek barg.
  • Eine 1893 geschaffene Galerie mit Bildnissen der Bischöfe des Bistums war einst im Palast untergebracht.
  • 1995 besuchte Papst Johannes Paul II. Košice und teilte bei diesem Besuch das einzige Erzbistum der Slowakei in zwei.
  • Eine Reliefplatte von 1972 erinnert an das Treffen von Ľudovít Štúr und Jonáš Záborský im Jahr 1849, zwei Schlüsselfiguren der slowakischen Nationalbewegung.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Den Erzbischöflichen Palast in Košice besuchen

  • Am besten bewundert man den Palast von der Straße aus: Die einheitliche Fassade ist durch Pilaster gegliedert und schließt mit einem Dachgesims ab, der Mittelrisalit trägt einen Balkon auf Säulen mit schmiedeeisernem Geländer und einen erhöhten Giebel mit Skulpturen.
  • Achten Sie auf die beiden Gedenktafeln an der Fassade, eine mit dem Relief von Štúr und Záborský, eine aus weißem Marmor für Bischof Čárský.
  • Die Repräsentationsräume im Obergeschoss haben ein reiches Stuckgewölbe mit Rokokoornamentik. Die Quellen sagen nicht, ob die Innenräume besichtigt werden können; erkundigen Sie sich vorab.
  • Der Palast liegt nur wenige Schritte vom Elisabethdom entfernt; in der Umgebung finden Sie auf dieser Seite außerdem den Urbanturm, die Michaelskapelle und die Kirche Mariä Geburt.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Erzbischöflicher Palast in Košice

Fotos: Erzbischöflicher Palast in Košice

Fassade des Erzbischöflichen Palastes, Hlavná 28 in Košice
Gedenktafel für Ľudovít Štúr und Jonáš Záborský in Košice

Fragen

Wo liegt der Erzbischöfliche Palast in Košice?

Er steht in der Hlavná 28 im historischen Zentrum von Košice, neben dem Pfarrhaus und nahe dem Elisabethdom.

In welchem Stil wurde der Erzbischöfliche Palast in Košice gebaut?

Es ist ein Bau im Stil von Rokoko und Klassizismus mit einheitlicher, durch Pilaster gegliederter Fassade, einem Balkon auf Säulen über dem Hauptportal und einem erhöhten Giebel mit Skulpturen.

Hat Kaiser Franz Joseph im Palast gewohnt?

Ja. Nach dem Wiederaufbau infolge des Brandes von 1841 wohnte Kaiser Franz Joseph I. hier 1851 und 1857.

Wann wurde der Palast zum Erzbischöflichen Palast?

1995, als Papst Johannes Paul II. Košice besuchte, Bischof Alojz Tkáč zum Erzbischof erhob und das slowakische Erzbistum in Bratislava-Trnava und Košice teilte.

Wer traf sich 1849 im Palast?

Die slowakischen Nationalführer Ľudovít Štúr und Jonáš Záborský. Eine 1972 enthüllte Tafel mit Doppelporträt-Relief von Juraj Bartusz erinnert an das Treffen.

Kann man den Erzbischöflichen Palast von innen besichtigen?

Die Quellen sagen nicht, ob die Innenräume für Besucher offen sind. Da der Palast Sitz des Erzbistums ist, erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach der aktuellen Lage.

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