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Die Burg Lewenz auf ihrem Felshügel über der Stadt
Burg & FestungMittelslowakei

Burg Lewenz: gotische Ruine und Grenzfestung über der Stadt

Die Burg Lewenz (Levický hrad) ist die konservierte Ruine einer gotischen Höhenburg auf einem Felshügel nahe dem Zentrum von Levice im Bezirk Nitra. Im 13. Jahrhundert gegründet und im 16. Jahrhundert zur antiosmanischen Festung ausgebaut, verbindet sie heute gotische Mauern, ein Renaissance-Landschloss und das Tekov-Museum; eine Bastion dient als Amphitheater.

Eine Burg, zwei Belagerungen und ein Held von Eger: 1663 nahmen die Osmanen die Burg Lewenz ein, ein Jahr später war sie zurückerobert, 1709 sprengten sie Aufständische.

WoLevice, Region Nitra, Südslowakei
ArtKonservierte gotische Burgruine mit Renaissance-Landschloss; Sitz des Tekov-Museums
Ideal fürGeschichtsinteressierte, Familien und alle, die gern eine Burg nahe dem Stadtzentrum besuchen
AnreiseDie Burg liegt auf einem Felshügel unweit der Stadtmitte von Levice und ist gut zu Fuß erreichbar

Die Geschichte der Burg Lewenz

Die Burg entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf einem von sumpfigem Gelände umgebenen Felshügel. Sie sollte den südlichen Zugang zu den mittelslowakischen Bergstädten schützen. Ungarische Quellen ergänzen, dass sie die ältere, im Mongolensturm zerstörte Burg bei Bars ersetzte und Lewenz danach zum Zentrum des Komitats Bars wurde. Erstmals schriftlich erwähnt wird sie 1318, als sie dem mächtigen Oligarchen Matthäus Csák von Trentschin gehörte. 1321 wurde sie königlicher Besitz, und König Karl Robert vertraute sie dem Kastellan Imrich Bečej an, der auch der erste Gespan des Komitats wurde. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts gehörte sie dem Geschlecht Lévai. Ein Brand im Jahr 1434 beschädigte sie, doch sie wurde sofort wieder aufgebaut.

Im 16. Jahrhundert veränderte der osmanische Vormarsch alles. Nach dem Tod des Gespans Gabriel Lévai geriet die Burg in die Hand des Raubritters Melchior Balassa, dessen Überfälle eine kaiserliche Belagerung auslösten; die Besatzung ergab sich, und einige ihrer Männer wurden direkt unter den Mauern hingerichtet. Als das Geschlecht Lévai 1553 ausstarb, fiel die Burg an den König, der sie schon 1543 zu den antitürkischen Festungen gezählt hatte. 1544 erschienen die Osmanen erstmals vor den Mauern und wurden abgewehrt. 1558 erhielt István Dobó, der Held von Eger, die Burg; seine Bauarbeiten vollendete sein Sohn Ferenc. 1571 kam im unteren Hof ein Renaissance-Landschloss mit Eckbastionen hinzu, und die Burg hatte ihre endgültige Gestalt.

Später gehörte die Burg den Familien Kollonitsch, Csáky und Esterházy. Nach 1635 verband man die äußere Befestigung mit der Stadtmauer und trennte sie durch einen Graben von der Burg. Laut Landtagsbeschlüssen halfen Untertanen sogar aus dem fernen Arwa und Liptau bei den Arbeiten, denn die einheimische Bevölkerung war durch die Kriege dezimiert. 1663 nahm das osmanische Heer die Burg ein, doch ein Jahr später siegte der kaiserliche Feldherr Jean-Louis Raduit de Souches in der Schlacht bei Lewenz, vertrieb die Osmanen und ließ die Burg erneut befestigen.

Das Ende kam schrittweise. Nach einem Stadtbrand 1696 begann man, die beschädigte Burg abzutragen, und 1699 zog die Garnison ab. Die Truppen Franz II. Rákóczis hielten sie von 1702 bis 1709 und sprengten sie vor ihrem Abzug, sodass sie nie wieder aufgebaut wurde. Bastion und Landschloss blieben erhalten und wurden nach 1710 instand gesetzt. 1867 kauften die Wiener Bankiers Brüder Schoeller die Ruine; die Familie behielt sie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die erste Rekonstruktion fand 1930 bis 1935 statt. Seit 1958 hat das 1927 gegründete Tekov-Museum seinen Sitz im Kapitänshaus und verwaltet die Burg bis heute.

Wissenswertes über die Burg Lewenz

  • 1558 erhielt István Dobó, der gefeierte Verteidiger von Eger, die Burg; die Schenkung wurde 1560 durch eine Urkunde bestätigt.
  • Sein Sohn Ferenc Dobó war ein berühmter Zweikämpfer; sein bekanntester Kampf fand 1581 auf dem Feld bei Korpona statt, wo er den Sandschakbeg von Esztergom besiegte.
  • Als der Adelige Siegfried Kollonitsch 1623 starb, wurde sein Leichnam im Sarg im großen Saal der Burg aufbewahrt und erst 1638 beigesetzt.
  • 1638 feierte István Esterházy auf der Burg seine Hochzeit mit Erzsébet Thurzó; zum Fest gehörten auch Ritterspiele.
  • 1703 nahm der Kuruzzen-Offizier László Ocskay die Stadt mit einer List ein und feierte am 30. September hier eine prunkvolle Hochzeit mit der Witwe Ilona Tisza.
  • Die südwestliche Bastion dient heute als Amphitheater, die Ostbastion als Teestube, sodass die alten Geschützstellungen ein neues Leben gefunden haben.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Burg Lewenz besuchen

  • Von der alten Burg sind das Mauerwerk der Oberburg mit dem gotischen Palas, die Ostbastion und die südwestliche Bastion erhalten.
  • Das Renaissance-Landschloss der Dobó aus dem 16. Jahrhundert und das Kapitänshaus mit der Westbastion beherbergen das Tekov-Museum, das das Landschloss auch für Ausstellungen nutzt.
  • Seit 2001 zeigt das Museum eine Dauerausstellung zur Geschichte der Pharmazie und der Burg; der Zugang führt durch die Jozef-Nécsey-Galerie.
  • Die Burg liegt nahe dem Stadtzentrum und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch Levice verbinden. Aktuelle Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
  • Weitere Orte dieser Seite im Umkreis von etwa 40 km sind die Katharinenkirche in Banská Štiavnica, Nový zámok, die Burg Gýmeš und Bzovík.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Burg Lewenz

Fotos: Burg Lewenz

Mauern und Bastei der Burg Lewenz im Frühling
Steinmauern der Burg Lewenz
Die Burg Lewenz vom Burggelände aus gesehen
Befestigung und Gebäude der Burg Lewenz
Die Burganlage von Lewenz oberhalb der Stadt Levice

Fragen

Wo liegt die Burg Lewenz und wie kommt man hin?

Die Burg Lewenz steht auf einem Felshügel unweit des Zentrums von Levice in der Region Nitra in der Südslowakei. Vom Stadtzentrum aus ist sie zu Fuß erreichbar.

Wie alt ist die Burg Lewenz?

Die Burg entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts; eine Urkunde von 1318 ist die erste schriftliche Erwähnung. Ihre endgültige Gestalt erhielt sie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Welche Rolle spielte die Burg Lewenz in den Türkenkriegen?

1543 wurde sie Teil der Kette antitürkischer Festungen. 1544 wurden die Osmanen abgewehrt, 1663 nahmen sie die Burg ein, 1664 wurden sie in der Schlacht bei Lewenz vertrieben.

Warum ist die Burg Lewenz eine Ruine?

Ein Stadtbrand 1696 beschädigte sie, danach begann der Abbruch; 1709 sprengten sie die abziehenden Truppen Franz II. Rákóczis. Nur einzelne Gebäude wie Bastion und Landschloss wurden instand gesetzt.

Was sieht man heute auf der Burg Lewenz?

Man sieht die konservierten Mauern der Oberburg mit gotischem Palas, zwei Bastionen, das Renaissance-Landschloss der Dobó und das Kapitänshaus. Hier hat das Tekov-Museum seine Ausstellungen.

Wer war István Dobó?

István Dobó war der gefeierte Verteidiger der Burg Eger, der 1558 die Burg Lewenz erhielt. Seine Bauarbeiten vollendete sein Sohn Ferenc.

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